Festung Königstein, Sachsen

Festung Königstein, Sächsische Schweiz

Die Bergfestung Königstein an der Elbe in Sachsen

Wenn man die heute noch riesig erhaltene Festung Königstein besichtigt, dann wird schon klar – die Bauzeit hätte selbst mit heutigen Möglichkeiten viele Jahre gedauert. In der damaligen Zeit hat sich der Bau über Jahrhunderte hingezogen. Schon im 12. Jahrhundert gab es an dieser Stelle eine steinerne Burg.

Die Burgkapelle, die heute noch steht, stammt aus der Wende 12./13. Jahrhundert.

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Die Wasserversorgung war in früheren Zeiten ein besonderes Problem. So mussten die Menschen hier ihren Wasserbedarf aus Zisternen und eben aus dem vorhandenen Regenwasser decken. In den Jahren 1563 bis 1569 wurde dann ein Brunnen gebaut. 152,5 m ging es in die Tiefe. Man kann sich gar nicht vorstellen mit wie viel Schweiß und Aufwand das in die Tat umgesetzt wurde. Jeden Tag des Baus musste nicht nur das Gestein, sondern auch ca. 8 Kubikmeter Wasser aus dem Schaft entfernt werden. Dieser Brunnen ist noch in der Anlage zu sehen. Er ist auch heute noch der zweit tiefste Brunnen in Europa und der tiefste Brunnen in Sachsen.

Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Burg zur stärksten Festungsanlage Sachsens ausgebaut. Verantwortlich dafür war der Kurfürst Christian I. von Sachsen und seine Nachfolger.

Es entstanden die Gebäude Torhaus, Streichwehr, die Alte Kaserne, die Christianburg oder Friedrichsburg und das Alte Zeughaus.

Aber das war noch lange nicht das Ende. Zwischen 1619 und 1681 wurde dann unter anderem die Johann-Georgenbastion erstellt. Und in den Jahren 1694 bis 1756 wurde die Alte Kaserne erweitert.

Herrscher waren immer schon ein bisschen anders. So ließ August der Starke zwischen 1722 und 1725 im Keller der Magdalenenburg das größte Königssteiner Weinfass mit immerhin 249.838 l Inhalt bauen. Das alles kostete – natürlich das Geld der Untergebenen. Nur einmal wurde das Fass vollständig gefüllt, mit Meißner Landwein. Fast 100 Jahre später, im Jahr 1818 war das Fass baufällig und musste entsorgt werden.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Festung Königstein immer wieder umgebaut, angebaut und dazu gebaut. 1819 wurde die Magdalenenburg zum Proviantlager, das alte Proviantlager wurde zur Kaserne.

Luftaufnahme der Festung KönigsteinLuftaufnahme der Festung Königstein

Ausblick auf die Festung Königstein und die ElbeAusblick auf die Festung Königstein und die Elbe

Mitte des 19. Jahrhunderts kam ein Schatzhaus dazu und Ende des Jahrhunderts wurden die Batteriewälle mit Geschützstellungen gebaut. Diese nie benutzten Stellungen waren dann so ziemlich die letzte Maßnahme am Bau der Festung Königstein.

Sehr interessant anzusehen sind die alten Kasematten – das sind unterirdisch gebaute Gewölbe, von oben bewachsen und damit vor Artilleriebeschuss geschützt.Ein bisschen erinnern sie an die unterirdischen Hobbit-Häuser, obwohl diese viel schöner und verspielter sind. Diese Kasematten wurden vor allem für Kunstschätze genutzt und das auch noch während des 2. Weltkriegs.

Die Festung Königstein war bis zum Schluss uneinnehmbar. Es gab nur einen Menschen der 1848 an der senkrechten Sandsteinmauer hoch kletterte – es war der Schornsteinfeger Sebastian Abratzky. Dieser Kletterkamin heißt heute noch Abratzky-Kamin und ist für Kletterer mit dem Schwierigkeitsgrad IV zu besteigen. Allerdings muss man sich auch wieder abseilen. Ein Übersteigen der Mauern oben ist verboten.

Übrigens war die Festung Königstein bis 1922 das Staatsgefängnis von Sachsen. Hier waren Berühmtheiten wie Johann Friedrich Böttger, Michail Alexandrowitsch Bakunin, August Bebel und Frank Wedekind inhaftiert. Nach dem 2. Weltkrieg in den Jahren 1949 bis 1955 war hier der Jugendwerkhof – ein Umerziehungsort für nicht ins System passende Jugendlicher.

Am 29. Mai 1955 wurde die Festung dann zu einem militärhistorischen Freilichtmuseum und nach der Wende eine Außenstelle des Militärhistorischen Museum der Bundeswehr.

Der Aufstieg ist schon schweißtreibend und für alle, die nicht so gut zu Fuß sind, wurde 1970 ein Aufzug eingeweiht. Gut 42 Personen auf einmal können hier ohne Anstrengung die Festung erreichen.

Und 2005 kam dann ein kleinerer - für 18 Personen - Aufzug mit Panoramakabine dazu.

Die Festung Königstein ist ein Touristenmagnet – am 14. Oktober 2005 wurde hier der 25millionste Besucher eingelassen. Übrigens zählten auch Zar Peter I. und Kaiser Napoleon I. zu den Besuchern - allerdings etwas früher.

Blick auf die FestungsmauerBlick auf die Festungsmauer

Königstein und die Elbe von der Festung aus gesehenKönigstein und die Elbe von der Festung aus gesehen

Es gibt immer noch mehr als 30 Bauwerke hier zu bestaunen.

Im Militärhistorischen Museum Dresden im Neuen Zeughaus (1631) sind sehr interessante Ausstellungen unter anderem von Waffen aus dem 15. und 16. Jahrhundert zu sehen.

Weitere Besichtigungspunkte der Festung sind der Kommandanten-Pferdestall, drei Riesenweinfässer in der Magdalenenburg, eine Gefängniszelle aus dem 18. Jahrhundert in der Georgenburg, die Tiefkeller und die unterirdischen Kasematten.

Auch die alte hölzerne Zugbrücke, die Steinschmeiße und Pechnase und das steile Aufgangsgewölbe sind noch erhalten.

Im 16 Jahrhundert mussten Fronbauern hier eine Wagenwinde bauen um Fuhrwerke hochziehen zu können.

In der im Jahr 2000 neu eingeweihten Garnisonskirche – hier stand ehemals die alte Kapelle aus 1200 – finden in regelmäßigen Abständen Musikveranstaltungen statt. 2004 fand hier das Internationale Militärmusikfest statt.

Weihnachten auf der Festung Königstein

Fahren Sie doch einfach mal während der Weihnachtszeit zur Festung Königstein. Unter dem Motto Königstein – ein Wintermärchen gibt es hier jedes Jahr wieder einen historischen Weihnachtsmarkt, romantisch und verträumt.

Ach ja – und dann gibt es noch eine ganz besondere Attraktion in der Friedrichsburg, die übrigens für private Feierlichkeiten z.B. Hochzeiten gemietet werden kann. Ein wunderschöner Festsaal ist vorhanden.

Hier gibt es einen Hubtisch – die Festtafel wird in der Küche gedeckt und dann über ein Hebewerk in den Festsaal gehoben.

In den Kasematten – so heißt ein Erlebnisrestaurant auf der Festung – treten dann auch schon einmal große Persönlichkeiten auf.

Und natürlich gibt es auch einen großen Museum-Shop für den Erwerb der unvermeidlichen Souvenire und Andenken.

Auf dem Festungsmarkt an der Mannschaftsbaracke können Sie sächsische Handwerksprodukte und Kunsthanderk erstehen.

Ausblick von der Festung KönigsteinAusblick von der Festung Königstein

Historische Kanone auf der BergfestungHistorische Kanone auf der Bergfestung

Es lohnt sich auf alle Fälle, einen Urlaub in der Umgebung der Festung zu verbringen. Es gibt eine Menge zu sehen und zu erleben.

Rundherum liegt der Nationalpark Sächsische Schweiz im landschaftlich einzigartigen und wunderschönen Elbsandsteingebirge.

Auf den Webseiten der Festung Königstein finden Sie zahlreiche Fotos und alle Informationen über Geschichte und Besichtigungsmöglichkeiten:

www.festung-koenigstein.de

www.festung.com

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